SFIB-Fachtagung ICT und Bildung 2016: Digitale Identität, Schule und ihre Akteure

Die Digitalisierung lässt die Menge an Bildungsinhalten rasant ansteigen und verändert gleichzeitig laufend die Voraussetzungen zur Schaffung neuer Inhalte. Hinzu kommt die steigende Anzahl von Geräten und Objekten, die mit dem Internet verbunden sind, Informationen sammeln und verdichten.

In Anbetracht dieser technischen Realitäten nutzen heute verschiedene Bildungsakteurinnen und -akteure Online-Dienste und Internetplattformen, um sich zu informieren, untereinander zu kommunizieren und miteinander zu interagieren. Dazu sind sie einerseits formell angehalten, andererseits nutzen sie die vorhandenen Angebote aufgrund der einfachen Zugänglichkeit und der – vermeintlichen – Kostenlosigkeit selbstverantwortlich.

Vor dem Hintergrund der schnell anwachsenden Datenberge wird der passende Zugang zu Informationen immer entscheidender. Eine digitale Bildungsidentität könnte die Antwort für die Bewältigung der zunehmenden Informationsflut sein, das Bestreben der Bildung nach selbstbestimmten und informierten Anwendern unterstützen und wäre zugleich Basis für ein lebenslanges Lernen. Eine digitale Bildungsidentität könnte zudem das Lernprofil von Personen abbilden, welches wiederum Maschinen ermöglichen würde, weiterführende, dem jeweiligen Bildungsniveau angepasste Lerninhalte zu filtern und personalisiert bereitzustellen.

Wie geht die Schule mit der digitalen Identität ihrer Akteure um?
An der diesjährigen Fachtagung ICT und Bildung der Schweizerischen Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen (SFIB) lassen wir verschiedene Experten zu Wort kommen und diskutieren anschliessend mit ihnen über wichtige Fragen für die Bildung wie:

Kann eine digitale Bildungsidentität die Suche nach Informationen auf eine neue Ebene heben? Wenn ja, wie kann eine schrittweise Befähigung jedes Einzelnen gelingen? Und wie kann gewährleistet werden, dass die Nutzenden die Kontrolle über die personenbezogenen Daten behalten, ohne auf den Mehrwert von Big-Data-Technologien verzichten zu müssen?

Kann eine digitale Bildungsidentität dem Wunsch nach intelligenteren und zugleich sicheren Technologien gerecht werden? Und wie steht es mit dem selbstbestimmten Surfen im Internet: wie stark wird dieses dadurch eingeschränkt?

Steht eine digitale Bildungsidentität dem (traditionellen) Bildungsideal (noch) im Weg? Oder ist sie für die Bildung im Kontext von Big Data schlicht eine Notwendigkeit?

Quellen: Ausschreibung und Programm SFIB-Fachtagung 2016

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